10. Mai 2007

James Dean - ein Mhytos lebt …

Geschrieben von Klaus in Film & Kino 96 mal gelesen

james_dean_01.jpgAm 08. Februar 1931 wurde James Dean geboren …

James Dean wurde mit nur drei großen Kinofilmen zum Idol einer ganzen Generation. Sein früher Unfalltod mit nur 24 Jahren machte ihn zur unsterblichen Kultfigur. Noch heute wird “Little Bastard”, so sein Spitzname, von vielen für die Rolle verehrt, die er nicht nur auf der Leinwand verkörperte: Der jugendliche Rebell!

Im konservativen Amerika der 50er spielte er sich in “Jenseits von Eden”, “… denn sie wissen nicht, was sie tun” und “Giganten” in die Herzen der jungen Generation und wurde zur Symbolfigur des Protestes gegen verkrustete Gesellschaftsstrukturen.

James Dean ist ein Mythos, der in einem Atemzug mit Marilyn Monroe oder Elvis Presley genannt werden muss. Verschiedene Bücher, Theaterstücke und Filme beschäftigen sich mit dem kurzen, aber extrem spannenden Leben dieses außergewöhnlichen Schauspielers.

Sein Leben

James Byron Dean wurde am 8. Februar 1931 in der Wohnung seiner Eltern geboren. Kurz nach der Geburt zogen die Eltern mit ihm von seinem Geburtsort Marion nach Fairmount (beide in Indiana). Sein Vater Winton war ein Zahntechniker, verheiratet mit Mildred Marie Wilson Dean. Jimmy, so sein Spitzname, war neugierig und dickköpfig, aber auch künstlerisch sehr begabt. Seine Mutter erkannte das und meldete ihn an einer privaten Schauspielschule und zum Geigenunterricht an. Mit fünf Jahren zog die Familie abermals um. Wegen einer besser bezahlten Stellung des Vaters ging es diesmal nach Santa Monica, Kalifornien.

Man kann ruhigen Gewissens sagen, dass die Kindheit von James Dean keine leichte war. Die Beziehung zu seinem Vater Winton Dean war eiskalt, während seine Mutter Mildred all ihre Liebe auf ihren Sohn projezierte. Doch diese Liebe nahm ein tragisches Ende, als seine Mutter 1940 an Gebärmutterkrebs starb. Zu diesem Zeitpunkt war er neun Jahre alt. Sie war sein ganzer Lebensinhalt und so wurde James Dean immer introvertierter und sensibler. Der Vater wurde später als Sanitäter zum Militärdienst eingezogen, gab James aber schon vorher in die Obhut dessen Oma, Tante und Onkel nach Fairmount zurück.

Tante und Onkel, die ihn ermutigten sich weiterhin künstlerisch zu betätigen, sprach er bald mit Mom und Dad an. Der Wunsch, ein Filmschauspieler zu werden, entwickelte sich, als er Hörspielsendungen und Unterhaltungsprogramme mit Bob Hope verfolgte. Und tatsächlich: Als er noch nicht einmal zehn Jahre alt war, spielte er die Hauptrolle in einem Weihnachts-Theaterstück einer Kirche. Es fehlte ihm auch nicht an Ehrgeiz und Tatendrang. Er selbst sagte einmal von sich selbst, dass er “wie verrückt auf der Farm arbeitete”, aber nur “solange mich jemand beobachtete”. “Die vierzig Morgen Hafer waren eine riesige Bühne, und wenn das Publikum ging, machte ich ein Schläfchen …” Er liebte es, sich darzustellen und war in der Schule in sämtlichen Theaterstücken zu sehen.

james_dean_03.jpgWichtig für die Weiterentwicklung als Schauspieler war sicherlich auch Adeline Brookshire, eine Lehrerin, bei der er ab 1946 einen Kurs für Sprecherziehung besuchte. Bis zu seinem High-School-Abschluß 1949 war Brookshire so etwas wie seine Mentorin. Während seiner Schulzeit stellte sich heraus, dass er neben der Schauspielerei eine Schwäche für Motorräder hatte. 1947 bekam er sein erstes Moped geschenkt, eine Czech Whizzer. Außerdem war er ein überaus talentierter Sportler (Hürdenlauf und Basketball).

Nach der High-School zog er zu seinem Vater, der von der Schauspielerei nicht viel hielt, und begann auf dessen Anraten ein Jura-Studium. 1950 wechselte er zur UCLA, wo er neben Jura auch Theaterwissenschaften studierte. Er ergatterte an der UCLA eine Rolle in Macbeth, die zwar nicht übermäßig positiv beurteilt wurde, jedoch wurde eine Agentin auf ihn aufmerksam, die ihm eine erste bezahlte “Rolle” in einem Pepsi- Werbespot verschaffte. Nach dem Studienabbruch ging er zu zahlreichen Vorsprechterminen, konnte aber nicht recht überzeugen, da viele Produzenten ihn mit 1,73m als zu klein befanden. Doch er gab nicht auf und schaffte es doch bis auf die große Leinwand. Er spielte in kleinen Rollen neben Jerry Lewis, Dean Martin und Rock Hudson.

james_dean_05.jpgAls Dean an der Schauspielschule Actors Studio von Lee Strasberg aufgenommen wurde, bedeutete dies einen enormen Karriere-Schub. Er eignete sich einen Stil an, den man “The Method” nannte. Auch Marlon Brando besuchte damals diese Schule. Zahlreiche Rollen im TV und der anschließende Durchbruch am Broadway mit dem Stück “Der Immoralist”. Seine Darstellung wurde überschwenglich gefeiert und so verwundert es nicht, dass der Produzent Elia Kazan auf ihn aufmerksam wurde und den Part des Cal Trask in “Jenseits von Eden” anbot.
Nach schwierigen Dreharbeiten, mitunter auch Dean’s Verdienst, war “Jenseits von Eden” nach zehn Wochen im Kasten. Mit diesem Film wurde James Dean sofort ein Weltstar und somit schnell der Schwarm aller jungen Mädchen und Frauen. Noch im gleichen Jahr erscheint “Denn sie wissen nicht, was sie tun”, ein Film von Nicholas Ray. Dies ist eine Geschichte über junge Rebellen, die nicht aus armen Ghettos kommen, sondern aus reichen Familien mit Einfluss und Macht. Der junge Jim Stark möchte sich aber nicht in diese Form pressen lassen und fängt an, über die Stränge zu schlagen. Das zwingt die Eltern, andauernd den Ort zu wechseln, um nicht aufzufallen.

james_dean_04.jpgIm nächsten, und leider letzten, Film spielt er neben Stars wie Liz Taylor und Rock Hudson den Aufsteiger Jett Rink in “Giganten” (1956), der kurz vor seinem Tod abgedreht wurde.

Dieses Melodram mit Überlänge erzählt von der sozialen Veränderung im Zuge des texanischen Ölbooms. Auch hier spielt James Dean wieder einen rebellischen jungen Mann.

Für seine drei großen Filmrollen erhielt er 10.000, 15.000 und schließlich 20.000 Dollar.

Sein Tod

Der 30. September 1955 verunglückte James Dean mit seinem Porsche 550 Spyder auf einem Highway nördlich von Los Angeles. Den Wagen hatte er sich erst wenige Wochen zuvor gekauft. Vorne schmückte eine 130 die Fronthaube, am Heck stand sein Spitzname: Little Bastard. In der Abenddämmerung fuhr Dean (ohne die Scheinwerfer angeschaltet zu haben) mit seinem deutschen Mechaniker Rolf Wütherich auf dem Highway, als ein Ford auf der Gegenfahrbahn auf sie zukam. Laut Aussage des Fahrers sah er den Porsche nicht kommen und bog links ab. Es kam zum Crash.

james_dean_02.jpgDer harte Aufprall verursachte einen Genickbruch bei James Dean. Auf dem Weg ins Krankenhaus konnte nur noch sein Tod festgestellt werden. Wütherich brach sich die Beine und den Kiefer. Das Gerücht, das Dean mit seinem Porsche zu schnell unterwegs war, konnte widerlegt werden nachdem der Unfall rekonstruiert wurde. Vermutungen gehen dahin, dass der Fahrer des Fords, Donald Turnupseed, sich beim Abbiegen unschlüssig verhalten hat und so den Unfall verursacht hat. Vor Gericht konnte das jedoch nicht bewiesen werden und so wurde er freigesprochen.

Am 9. Oktober wurde er auf dem Park Cemetery in Fairmount begraben.

Für seine vielen Fans brach eine Welt zusammen. Einige gingen sogar so weit und folgten ihrem Idol in den Tod und begingen Selbstmord. Es entstand ein Kult, der bis heute anhält.

Offizielle James Dean Homepage

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