Ich berühre und werde berührt
Die Photographin Roswitha Hecke und ihr Buch “Secret Views”
Huren, Transvestiten, Schauspieler: Die Milieu- und Theaterfotografin Roswitha Hecke ist immer nah dran.
Zurzeit wird die 62-Jährige in Berlin mit einer Retrospektive gewürdigt.
„Durch meinen Freund und Begleiter – die Kamera – konnte ich meinen sehnlichen Wunsch, fremde Welten und Milieus zu erleben, erfüllen“
Die Lust auf Fremdes lässt sie durch Länder reisen wie die Türkei, Marokko, Mexiko, Indien. Es entstehen Milieugeschichten wie „Pigalle - Meine Strasse der Transvestiten“, „Liebes Leben – Bilder mit Irene“, „Detective Roy Finer“ und „Die Obdachlosen auf der Bowery“ und viele mehr.
Im Trubel um sie herum hat Roswitha Hecke eine eigene Nische der Zeitlosigkeit gefunden, in der sie der Welt auf ihre Art begegnen kann. Ihre Fotografien wirken beneidenswert frei von dem Versuch modischer Trends nachzueifern und sind alles andere als spektakulär. Behutsam geht sie mit Menschen um, ob es sich um die Ausgestoßenen der Gesellschaft oder um Stars handelt.
Sie benutzt ihre Kamera, um Kontakte zu knüpfen, um zu flirten, um zu geben und zu nehmen.
Im Interview mit SPIEGEL ONLINE spricht sie über Voyeurismus und den Zauber intimer Momente.







