Manche mögen´s kalt
Es gibt wenige Dinge, die ein Mann immer im Kühlschrank haben sollte – eine Flasche Champagner gehört eigentlich dazu.
Die große Frage ist nur: Welcher ist der richtige?

Gibt es eigentlich ein Getränk, das die Gedanken von Mann und Frau mehr beflügelt? Der Gourmet Jean Anthelme Brillat-Savarin soll einmal gesagt haben:
“Beim Bordeaux bedenkt, beim Burgunder bespricht,
aber beim Champagner begeht man(n) Torheiten.”
Champagner ist aber nicht einfach nur ein “prickelnder Wein” … nur Schaumweine aus dem französischen Weinanbaugebiet Champagne – zwischen Lothringen und Paris gelegen – dürfen sich mit diesem Titel schmücken und jeder Champagner muß nach der „méthode champenoise“ hergestellt sein. Das heißt, die zweite Gärung findet in derselben Flasche statt, in der der Champagner auch in den Verkauf kommt.
Ein Champagner darf zudem nur aus den Rebsorten Pinot Noir (der fruchtig-elegante Spätburgunder), Pinot Meunier (der robuste Schwarzriesling) und Chardonnay (spritzig-zitronig) hergestellt werden.
Der wohl berühmteste oder bekannteste Champagner dürfte der Dom Pérignon von Moët & Chandon sein, direkt gefolgt vom Veuve Clicquot … aber das alles ist natürlich eine Frage des persönlichen Geschmacks und beim Champagner nicht zuletzt eine Frage des Preises.
Auf lifestyle.t-online.de gab es einen Vergleichstest von “preiswertem” Champagner:
Was taugt der Schampus vom Discounter
Aktuell liegen auch Roséchampagner im Trend. Wie das manager magazin in seiner aktuellen Ausgabe (Erscheinungstermin: 20. Dezember 2007) berichtet, sind die modischen Roséschaumweine aus Frankreich meist von hoher Qualität, bei den Preisen allerdings gibt es aber doch erhebliche Unterschiede.
Daher geht - gerade beim Champagner - probieren über studieren von Vergleichsberichten …
Aus diesem Grund habe ich mir in den letzten Tagen 3 Flaschen Champagner für einen Vergleichstest besorgt:
- Veuve Clicquot Brut Carte Jaune EUR 32,90
- Veuve Monsigny von Aldi
- Comte de Brismand von Lidl … beide für jeweils 15,99 EUR
Mein persönliches Fazit:
Wenn man einen Veuve Clicquot nicht kennt … ist der Eindruck der beiden Discounter Produkte garnicht so schlecht - und führende Weinkenner hatten im letzten Jahrhundert einem dieser Discounter auch mal ein “befriedigend” für seinen Schampus in einem Vergleichstest gegeben. So ein Urteil hält sich …
Der Lidl schimmert im Glas ein wenig goldgelb riecht erkennbar nach einem Champagner, auf der Zunge wirkt er relativ kurz und nichtssagend, aber man kann erkennen: Das ist Champagner … wenn auch nicht von der Sorte, die ich unbedingt trinken möchte - aber immerhin.
Der Aldi erscheint im Glas recht blass, hell … was man vom Geruch nicht unbedingt sagen kann: der ist irgendwie außergewöhnlich. Ich möchte jetzt nicht unbedingt sagen, er wirkt ranzig … aber auf mich persönlich nicht unbedingt genussvoll. Beim Geschmack schlägt er aber voll zu: sehr starke Gerbstoffe, sehr säuerlich … aber der Geschmack ist zum Glück noch kürzer als beim Comte de Brismand …
Die Zunge und der Gaumen sind erleichtert … aber der Kopf fragt: dafür knapp 16 Euro?
Dies ist nur mein persönlicher Eindruck und ich bin kein Weinkenner … aber in dem Fall ziehe ich - wenn es der Anlass nicht unbedingt erfordet einen guten Prosecco den beiden Discounterprodukten vor … und für gebührende Anlässe bleibt nur der Griff zum guten Champagner.







