10. März 2008

Kind gegen Studiengebühr

Geschrieben von Klaus in Allgemein 248 mal gelesen

studentenbaby.gifIn meinem Bauch ist noch Platz …

Eizellen mit den Genen einer attraktiven Studentin oder Akademikersperma … alles für 500 Euro - das verspricht oder besser gesagt versprach die Webseite studentenbaby.de

Mit dieser Satire-Aktion wollten Hamburger Studenten gegen Studiengebühren protestieren.

Weiblich, ledig und vor allem: “derzeit nicht schwanger” - so beschreibt sich eine der Studentinen auf der Internetseite www.studentenbaby.de … mit den Worten “In meinem Bauch ist noch Platz” wirbt sie um Kunden, die ein Studentenbaby mit ihren Erbanlagen “erwerben” wollen.

Ernst gemeint ist das Ganze aber nicht.

“Sie träumen von einem Kind - Wir haben die Lösung!” Damit lockt die Satire-Seite Studentenbaby.de. Eine Gruppe von Hamburger Studenten setzt auf Provokation und Täuschung. Nach dem Motto “Kind gegen Studiengebühr” posieren sie als angebliche Leihmütter und Samenspender: “Wir schenken Leben. Schenken Sie Zukunft.”

Auch wenn das Ganze nicht der Realität entsprach, war die Webseite doch sehr professionell und glaubwürdig gestaltet. Die Studentinnen und Studenten stellten ihre Fotos rein, gaben ihre Blutgruppe an, Körpermaße und den Intelligenzquotienten. Zudem machten sie Angaben über ihre ethnische und soziale Herkunft. – Obendrauf gab es auch noch eine Qualitätsgarantie: „Studentenbaby.de garantiert eine reibungslose Kontaktvermittlung, professionelle medizinische Betreuung von Kunden und Studierenden und eine verantwortungsvolle Begleitung des Studentenbabys bis zu seiner Geburt.“

Jetzt ist alles vorbei …

Folgende Begründung wurde auf Studentenbaby.de veröffentlicht:

„Die von anderen Internetforen angefeuerte Diskussion hat eine Verselbstständigung erfahren. Konstruktive Gästebucheinträge werden von niveaulosen Beschimpfungen abgelöst. Die an der Aktion Beteiligten werden diskriminiert und ihnen wird mit strafrechtlicher Verfolgung gedroht und ihnen Unfurchtbarkeit, Misserfolg im Studium, höhere Studiengebühren gewünscht.“ (…) Weiter im Text heißt es: „Auf einem solchen Niveau ist studentenbaby.de nicht länger bereit einen relevanten, aber von einzelnen unzureichend reflektierten Diskurs zu führen. Der Versuch eine inhaltliche Diskussion anzustoßen ist aufgrund solcher Äußerungen nicht länger möglich.“

http://www.studentenbaby.de

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