Jim Clark - Todestag einer Legende
Auf den Tag genau 40 Jahre ist es her, dass Jim Clark bei strömendem Regen im Wald von Hockenheim tödlich verunglückte …
Jim Clark gilt für viele Experten bis heute als einer der besten Formel-1-Piloten der Geschichte und wurde zum Vorbild für zahlreiche spätere Weltmeister, darunter Jackie Stewart, Alain Prost und Ayrton Senna.
Seine 25 Siege in zur Fahrer-Weltmeisterschaft zählenden Grand Prix stellten bei seinem Tod Formel-1-Rekord dar … und selbst heute - 40 Jahre später steht er immer noch auf Platz 6 in der Liste aller GP-Sieger.
Jim Clark wurde am 4. März 1936 in der schottischen Kilmany Fife, als Sohn einer Bauernfamilie geboren.
Bereits als junger Mann beteiligte er sich erfolgreich an privatorganisierten Rennveranstaltungen. Nach Abschluss der Schule startete er 1956 seine Profikarriere als Formel Pilot. Im Jahr 1960 erhielt er unter der Leitung von Colin Chapman beim britischen Formel1-Team Lotus eine Fahrerlizenz in der Formel1. Dem Lotus-Team blieb er Zeit seines Lebens treu. Im selben Jahr, 1960, verunglückte sein Teamkollege tödlich. In seiner zweiten Saison mit Lotus, 1961, gewann er erstmals in Spa einen Formel1 Grand Prix. Bereits im Jahr 1962 wurde Clark Formel1 Vizeweltmeister nach Graham Hill.
Im Jahr 1963 wurde Jim Clark mit Lotus deutlicher Sieger der Formel1 Weltmeisterschaft vor Graham Hill. In der folgenden Saison errang er erneut den Titel der Formel1 Vizeweltmeisterschaft. 1965 wurde er zum zweitenmal Sieger der Formel1 Weltmeisterschaft.
Im selben Jahr gewann Jim Clark auch die 500 Meilen von Indianapolis in den USA. 1966 erfolgte eine umfangreiche Änderung des Regelwerks. Lotus wechselte seinen Motorenlieferant, was zu zahlreichen technischen Ausfällen führte. Begleitet wurden diese insgesamt von einer technischen Unterlegenheit. Dennoch gewann Clark mit einem 16-Zylinder-Motor einen Grand Prix.
Jim Clark - Oulton Park 1963
Aufgrund zahlreicher weiterer Ausfälle wurde Jim Clark in der Saison 1967 nur WM Dritter. Dieses obwohl der bahnbrechende Lotus 49 eingeführt wurde, mit dem Ford-Cosworth DFV V8 Motor. Mit insgesamt 25 gewonnenen Grand Prix stellte Jim Clark in seiner kurzen Karriere einen neuen Rekord auf.
Im Regen verunglückte der 32-Jährige im für ihn völlig unbedeutenden Formel-2-Rennen in Hockenheim tödlich, vermutlich infolge eines schleichenden Plattfußes und Reifenschadens, als er auf der Waldgeraden nach dem Motodrom von der Piste abkam und mit seinem Lotus 48 gegen einen Baum schleuderte. Es gab keinen Augenzeugen, da an dieser Stelle keine Zuschauer standen und die Konkurrenten zu weit hinter Clark waren, der zum Zeitpunkt des Unfalls an für ihn ungewohnter Position im Mittelfeld fuhr.
Erst später wurden Leitplanken in Hockenheim aufgestellt, Sicherheitsstreifen angelegt und nahe seiner Unfallstelle eine Bremsschikane errichtet, die Jim-Clark-Schikane genannt wurde.
An der Unglücksstelle wurde ein Gedenkstein errichtet, der im Zuge der umfangreichen Umbauarbeiten am Hockenheimring (Verkürzung und geänderte Streckenführung, um weiterhin „Formel-1-tauglich“ zu sein) in Richtung Motodrom versetzt wurde
Weiterführende Links:
- Jim Clark auf formula1.com - Hall of Fame
- Jim Clark auf wikipedia.org
- Hockenheimring GmbH - Jim Clark Revival
Abgesehen von einer Einleitung … bei der man eigentlich nur den Kopf schütteln kann … gibt es bei einestages - Zeitgeschehen auf
einen guten Bericht über Jim Clark mit einer interessanten Fotostrecke.







