27. Mai 2008

studiVZ als Karrierekiller?

Geschrieben von Klaus in Zeitgeist 312 mal gelesen

studivz.jpgEigentlich sollte man nicht davon ausgehen … aber aktuell gibt es zwei junge Politker, deren Karriere aufgrund von Aktivitäten auf der Plattform studiVZ ein unerwartetes Ende gefunden hat …

Gut … man(n) muß ja dort nicht unbedingt in Gruppen sein wie “Nach Frankreich fahr ich nur auf Ketten” … schlieslich haben nicht alle Menschen den gleichen Sinn für Satire und Humor.

Aber in den beiden aktuellen Fällen wurde den Politikern vorgeworfen, daß es in dieser Gruppe um kriegsverherrlichende Inhalte geht.
Der CDU-Politiker Thomas Müller hat dadurch zunächst seinen Posten als Geschäftsführer des CDU-Kreisverbands Schwalm-Eder verloren und wie aus der Tagespresse zu lesen war am letzten Montag den stellvertretenden Vorsitz der Jungen Union in Hessen niedergelegt.
In Hamburg betrifft es - wie die Süddeutsche Zeitung berichtete - Alexander Weiß, den Kreisvorsitzenden der Jungen Union in Hamburg-Nord.

Ob diese Beide Fälle nur Einzelschicksale sind, lässt sich im Moment schwer beurteilen, es gab jedoch in der Vergangenheit auch schon mehrfach Berichte in der Presse, in denen die Rede davon war, dass Studenten in Vorstellungsgesprächen auf ihre Gruppenzugehörigkeit beim StudiVZ angesprochen worden sind.

Irgendwie stellt sich einem bei Betrachtung dieser “Vorfälle” doch die Frage, warum Menschen im Internet einer Gruppe wie „Nach Frankreich fahr ich nur auf Ketten“ beitreten, wenn sie doch im realen Leben - zumindest vordergründig - für ganz andere (politische) Ziele eintreten?

Erst denken, dann handeln – wird diese Lebensregel im Internet und Portalen wie dem studiVZ außer Kraft gesetzt oder ist dies vielleicht eher ein Generationsproblem?

Nach der “Generation Golf” und der “Generation X”, die von Douglas Coupland in seinem gleichnamigen Bestseller beschrieben wurde ist nun - zumindest im Internet eine neue Generation unterwegs “… denn sie wissen nicht, was sie tun” - aber dieser Satz prägte ja auch schon mal eine Generation …

Betrachtet man all diese Aspekte muß man sich schon die Frage stellen, welchen Nutzen ein Account auf so einer Plattform wirklich bringt …

Weiterführende Links:

Artikel über studiVZ hier im Blog:

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3 Kommentare zu ' studiVZ als Karrierekiller? '

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  1. PeterPan sagte,

    am 29. Mai 2008 um 07:40

    Sehr interesant ist, welche Reaktion diese Sache auch innerhalb des studivz auslöst.
    Man muss sich nur einmal auf den Besuchern der eigenen Seite umschauen oder den Profilen die man schon besucht hat, wieviele Leute dort in den letzten 2-3 Tagen den Namen durch ein Pseudonym ersetzt haben.

    Die Frage ist nur: Warum?

  2. Klaus sagte,

    am 29. Mai 2008 um 11:28

    Eine gute Frage …

    Aber PeterPan scheint ja auch ein Pseudonym zu sein.

    Es kommt eben darauf an, zu welchem Zweck StudiVZ verwendet wird … nutze ich es ernsthaft für Kontakte zu Studenten und Kommilitonen, spricht ja nichts dagegen den wirklichen Namen zu benutzen … und ob ich einer Gruppe beitrete oder nicht … kann ja jeder nach Sinn und Zweck für sich entscheiden.
    Nutze ich das studiVZ nur für Fun und als Bagger- und Gruschelbörse … dann wird ein Pseudonym die “erste” Wahl sein.

    Aber es gibt ja nicht umsonst diesen Spruch im studiVZ:
    Zeig mir wieviele Freunde und Gruppen du hast … und ich sag Dir wie toll Du bist.


  3. am 30. Mai 2008 um 09:55

    […] Zusammenhang mit aktuellen Berichten aus der Presse über studiVZ als Karrierekiller habe ich auf stern.de einen Artikel von den Sebastian Pittelkow, einem Studenten aus Leipzig […]

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